• Donnerkeile und Teufelsfinger
    Grimoire

    Donnerkeile und Teufelsfinger

    Über Hühnergötter habe ich schon viel geschrieben und dabei die Donnerkeile sträflich vernachlässigt. Vielleicht weil ich selbst noch nicht so viele gefunden habe, obwohl es sich ebenfalls um ein typisches Ostsee-Strandgut handelt, dem man allerlei magische Kräfte nachsagt. Donnerkeile, auch als Teufelsfinger oder Fingersteine bekannt, sind versteinerte Innenskelette mittlerweile ausgestorbener Tintenfische. Korrekterweise müsste man sie daher Belemniten oder Belemnitenfossilien nennen. Aber die Folklore hat nun einmal mehr Phantasie (ich weiß, ich weiß: mangels Wissen) und schönere Namen als die moderne Wissenschaft. Wüsste man heute noch nicht, wie so ein ein Donnerkeil entsteht, würde man ihn wahrscheinlich nach potenziell tödlichen Schusswaffen benennen. Er sieht wie ein Projektil aus. Insofern finde ich…

  • Hühnergott am Strand von Nyborg
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    Hühnergötter, Druidengläser, Schlangeneier und Hexensteine

    Einen Stein mit einem natürlichen Loch bezeichnet man als Hühnergott. Denn ein alter slawischer Volksglaube versprach Schutz vor der Kikimora, wenn man einen solchen Stein an die Stalltür oder direkt über die Nester des Hausgeflügels hängte. Die Kikimora war ein gefürchteter Poltergeist, der die Bewohner eines Hauses terrorisierte und die Hühner am Eierlegen hinderte. Noch heute sind Hühnergötter beliebte Glücksbringer, die gerne zum Einzug in ein neues Heim verschenkt werden. Sie eignen sich außerdem als Talismane für Kinder, die sich vor Monstern unter ihrem Bett oder Gespenstern im Keller fürchten. Meist handelt es sich bei einem Hühnergott um einen Feuerstein, aus dem das Meer im Laufe vieler Jahre Kalkeinlagerungen heraus…