• Wildschwimmen
    Weise Worte

    Wildschwimmen: Das neue Waldbaden

    Weil es mir wiederholt begegnet, wiederhole ich mich nun auch hier. Denn es scheint sich von einem regionalen oder kulturellem Nischenphänomen zu einem dieser Gesundheits-Hypes zu entwickeln, die irgendwelche Woke-Influencer durch die sozialen Medien peitschen, bis es alle mal probiert haben, aber nur wenige dran bleiben, weil es wirklich nichts für jeden ist. Ich rede vom sogenannten Wildschwimmen. Relativ weit gefasst, könnte man sagen, dass es um Schwimmen außerhalb eines künstlichen Pools geht. Es gibt ziemlich schwammige Grenzen bei der Definition. Manche bringen sogar die berüchtigte Ice-Bucket-Callenge und die Wim Hof Methode damit in Verbindung, denn es geht tendenziell um kaltes Wasser. Aber echtes Wildschwimmen findet, wie der Name bereits…

  • Der Gesang der Flusskrebse
    Grimoire

    White Trash Beautiful

    Und wieder bin ich mit einem Buch late to the party. Der Gesang der Flusskrebse („Where the crawdads sing“) von Delia Owens ist im amerikanischen Original schon vor drei Jahren erschienen und war letztes Jahr über viele Monate auf den deutschen Bestsellerlisten. Ich habe es trotzdem lange ignoriert, weil ich mit der Inhaltsangabe überhaupt nichts anfangen konnte. Irgendwas mit einem verwahrlosten, kleinen Mädchen aus den Südstaaten-Sümpfen, die – natürlich – aufgrund ihres Außenseiter-Daseins sofort unter Verdacht gerät, als der allseits beliebte Sohn der angesehensten Familie am Platz stirbt. Klischee-Alarm, dachte ich. Aber steter Tropfen höhlt den Stein, und als zuletzt jemand, dessen Meinung ich nicht einfach übergehen konnte, das Buch…