Burgruine Aggstein

Burg Aggstein in der niederösterreichischen Wachau ist schon allein durch ihre Lage – hoch oben über der Donau – bekannt und auch berüchtigt. Die wechselhafte Geschichte von Aggstein ist daher besonders von der Donauschiffahrt geprägt. Hier wurden – je nach aktuellem Burgherrn und dessen moralischen Grundsätzen – entweder Zölle erhoben oder Schiffe überfallen und ausgeraubt.

Einer der bekanntesten Bewohner von Burg Aggstein war Jörg Scheck vom Wald, der im Jahr 1429 dort einzog und ein paar Jahre später auch die Berechtigung erhielt, die „Donaumaut“ einzuziehen. Doch Scheck vom Wald wurde dank der zweifellos reichen Einnahmen nicht zum zufriedenen Wohltäter, sondern verdiente sich durch legendäre Grausamkeit den Spitznamen „Schreckenwald“. Berühmt ist die Sage vom „Rosengärtlein“, einem Felsvorsprung, auf den der Burgherr seine Gefangenen sperrte und sie damit vor die Wahl stellte, in den Tod zu springen, zu erfrieren oder zu verhungern.

Heute kann man in der Burgruine Events vom blutrünstigen Krimi-Dinner über romantische Hochzeiten bis zu fröhlichen Kindergeburtstagen feiern. Das langgestreckte, alte Gemäuer ist vielseitig und bietet einige tolle Ausblicke über die Donau und die bewaldeten Hügel der Wachau. Anders als zum Beispiel auf Burg Hardegg ist die Atmosphäre hier trotz der teilweise blutrünstigen Vergangenheit nicht düster oder morbide. Das mag an den traumhaften Sonnenaufgängen liegen, die man hier beobachten kann. Burg Aggstein ist ein erhebender Ort, Schreckenwald hin oder her.

Burgkapelle

Felsen vor der Burg, von hier aus wird oft fotografiert

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