Grimoire

Längster Blutmond des Jahrhunderts

Am 27. Juli ist nicht nur Vollmond, sondern Superblutmond. Die Erde schiebt sich zwischen Sonne und Mond, so dass ihr Schatten zwischen 21:30 und 23:14 Uhr den Mond verdeckt und ihn (scheinbar) rot färbt. Die Mondfinsternis wird die längste dieses Jahrhunderts sein. Zugleich strahlt der Mars so hell wie selten, denn er ist der Erde die ganze Nacht besonders nah.

Astrologie ist nicht mein Fach (und ich bin diesbezüglich Skeptiker). Aber dass der Mond Einfluss auf das Leben auf der Erde hat, belegen nicht nur die Gezeiten und unser Kalender, sondern auch eine Menge Statistiken, zum Beispiel aus Krankenhäusern und Polizeidienststellen. Und die Börse, was ich ziemlich amüsant finde.

Doch davon abgesehen schaue ich den Mond einfach gerne an. Und ich weiß, dass es nicht nur mir so geht. Es ist beinahe wie ein Zwang. Vor allem, wenn er voll ist. Wenn er besonders groß und nah erscheint oder sich verfärbt. Wie kann man dann nicht immer wieder hinschauen? Außerdem macht helles Mondlicht etwas mit der Umgebung. Sie wirkt anders als sonst, mystisch und geheimnisvoll. Lange Schatten und veränderte Farben, die man sonst nicht zu sehen bekommt.

Irgendwann in meiner Kindheit sah der Mond einmal so riesig und rot aus, dass ich dachte, die Welt würde untergehen. Erklärt hat mir das damals niemand, und ich war noch Tage später in Sorge. Das fällt mir immer wieder ein, wenn ein ähnliches Himmelsspektakel bevorsteht. Die extra lange Mondfinsternis in diesem Monat werde ich am Meer verfolgen, und das betrachte ich als echten Luxus. Hoffentlich halten sich die Wolken zurück.

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