Mittlerweile neige ich ohne jede Polemik oder Übertreibung zu der Ansicht, dass die Welt eigentlich unter einer ganz anderen Pandemie leidet, die viel verheerender ist als COVID-19. Jeder wird sich denken können, was ich meine. Keine Ahnung, wie man die vielen verschiedenen Symptome unter einem konkreten Namen zusammenfassen sollte. Auf jeden Fall sind wir degeneriert, und ich hege inzwischen Zweifel an der Möglichkeit einer Heilung.

Doch das ist destruktiv, und deswegen fühle ich mich eigentlich bestärkt in dem, was ich mit meinen Workshops erreichen möchte. Dank Corona waren auch die on hold, aber so langsam kann es wieder los gehen, wenn auch mit gewissen Einschränkungen. Um diese Einschränkungen auszugleichen, grüble ich aktuell noch über ein paar Anpassungen und Erweiterungen des grundlegenden Konzeptes nach. Ende dieser Woche werde ich dazu etwas ankündigen.

Vorab sei gesagt, dass ich die Wichtigkeit jedes noch so kleinen Anstoßes auf noch so kleiner Ebene (nämlich der persönlichen/individuellen), erst jetzt in aller Deutlichkeit erkenne. Bisher ging es mir um ein diffuses Anliegen, das sich vor allem um die Chance drehte, einzelne Leben etwas lebenswerter und „erlebter“ zu machen. Natürlich bleibt das der Kern, und das macht ja auch ganzheitlich betrachtet Sinn. Aber die Gefahr eines zu starken Schwerpunkts auf dem Individuum schwebte immer wie ein Damoklesschwert über mir, und ich möchte zukünftig mehr auf unseren „gemeinsamen Feind“ eingehen. Auf den, dessen Name nicht genannt werden darf kann. Die Krankheit. Das Zombie-Gen. Das Geschwür. Stay tuned.

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