Ich finde es gleichermaßen beruhigend und beunruhigend, dass ich dieser Tage nicht als einzige ständig an 2020 als „Das Jahr der Flut“ denken muss. Hat sicher auch damit zu tun, dass ich weiß, dass kleine Crakes in Laboren gewisser anderer Länder weitaus uneingeschränkter arbeiten können. Ja, ja, ich weiß auch, dass es keine Belege für eine Manipulation des Virus gibt.

Mich interessiert an der ganzen Sache sowieso mehr das, was sich in der nächsten Zeit alles abspielen könnte. Dunkel erinnere ich mich an SARS vor ein paar Jahren. Damals war ich gerade in Wien, und zu der Zeit schien mir die allgemeine Sorge wesentlich geringer gewesen zu sein, auch wenn es in der Stadt vor Atemschutzmasken und Handschuhen nur so wimmelte. Sprach man auch von abgeriegelten Ortschaften und so? Ich kann mich nicht erinnern.

Mein Kopf war aber auch viel zu sehr mit völlig anderen Dingen beschäftigt. In diesem Jahr dagegen dreht sich bei mir unangenehm viel um Krankheit, und das macht einen merklichen unterschied. Kontext, wie immer. Der wird sich zum Glück bald ändern. Wenn Margaret Atwood nicht doch viel zu gut spekuliert hat.

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