• Magische Orte

    Steine der Weisen

    Auf einer kleinen Anhöhe im Aaper Wald, Düsseldorfs grüner Lunge, verstecken sich die „Witte Wiewerkes“. Es handelt sich um eine Ansammlung von Gesteinsbrocken, die bei den Einheimischen als „Frauensteine“ bekannt sind. Witte Wiewerkes bedeutet soviel wie „Weiße Weiber“. Ein anderer, ebenfalls sehr geläufiger Name lautet allerdings „Weisensteine“, und meine ganz persönliche These ist, dass die Steine eigentlich nicht „weiße Weiber“, sondern „weise Weiber“ heißen. Angeblich wurden an dieser Stelle sieben Frauen zu Stein, nachdem ein Richter sie zu Unrecht verurteilte. Andere glauben, dass hier einst eine Hohepriesterin ihr Lieblingspferd opferte, um Wotan zu besänftigen. Am hartnäckigsten hält sich aber das Gerücht, dass die Frauensteine oder Weisensteine eine Kultstätte markieren, an…

  • Schloss Egeskov
    Magische Orte

    Legenden vom Schlossgraben bis zur Dachkammer

    Das bildschöne Wasserschloss Egeskov auf Fyn in Dänemark erhält seine Geschichte und seine Geschichten bewusst und sehr geschickt am Leben. Man kann Egeskov immer wieder besuchen und es jedes Mal neu erleben. Der besondere Zauber dieses Schlosses scheint sich aus einem schier unerschöpflichen Topf aus Legenden, Mythen und Märchen zu nähren, der mindestens so tief ist wie der Schlossgraben. Hans Christian Andersen, der große Märchenerzähler, der auf Fyn geboren wurde, war mindestens zweimal zu Gast im Schloss, und es wundert nicht, dass man ihm noch heute – in Form einer lebensgroßen Bronzeskulptur des Künstlers Keld Moseholm – im Schlosspark begegnet. Der aktuelle Schlossherr scheint selbst ein Meister guter Geschichten zu…